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Die 10 besten Tipps für Online-Bewerbungsgespräche mit Zoom und Co.

  • 08/03/2021

  • Category: Vorstellungsgespräch

Corona hat vieles verändert. Deinen Gang zum nächsten Supermarkt. Deine Reisepläne. Deine Karrierechancen. Veränderung bedeutet aber nicht unbedingt Herausforderung. Gerade in Sachen Bewerbung ist durch Corona manches leichter geworden. Wo du vor der Krise noch durch halb Deutschland reisen musstest, reicht heute ein einfacher Mausklick und du siehst die Gesichter deiner potentiellen neuen Kollegen über den Bildschirm flimmern. Online-Bewerbungsgespräche sind das Mittel der Wahl von Unternehmen, die auch in Corona-Zeiten nicht auf talentierte Nachwuchsfachkräfte verzichten wollen.

Online-Bewerbungsgespräch: lächelnder Interviewpartner auf dem Computerbildschirm im Gespräch mit Bewerber

Für dich bedeutet das auf der einen Seite eine große Erleichterung. Die Nervosität vor dem wichtigen Termin wird durch deine vertraute Umgebung positiv beeinflusst, du kannst dir deine Spickzettel ganz bequem bereitlegen und deine Lieblingspantoffeln zur Nervenberuhigung anziehen. Auf der anderen Seite wird durch die entspannte Umgebung aber auch schnell der Fehler gemacht, das Online-Bewerbungsgespräch zu unterschätzen. Damit dir das nicht passiert und du dir durch einen digitalen Fauxpas den Job durch die Lappen gehen lässt, findest du hier zehn wichtige Tipps für dein digitales Bewerbungsgespräch. Viel Erfolg!

#1 Vorbereitung ist alles: Das solltest du beachten

Genau wie bei einem persönlichen Vorstellungsgespräch hängt der Erfolg des Termins maßgeblich von deiner Vorbereitung ab. Informationen über das Unternehmen, Recherche über die genannten Aufgabenfelder, eine gekonnte Selbstpräsentation: All das lässt sich nicht so einfach aus dem Ärmel schütteln. Wenn dann noch Fragen zu deinen Stärken und Schwächen gestellt werden, kommst du schnell aus dem Konzept. Widme deswegen einige Stunden der gründlichen Vorbereitung, am besten schon am Vortag. So gehst du sicher, dir alle Türen offen zu halten.

#2 Kleidung im Online-Bewerbungsgespräch: Darauf kommt es an

Ob es sich um ein telefonisches Vorstellungsgespräch oder ein erstes Kennenlernen per Skype handelt: Deine Garderobe spielt eine große Rolle. Vom Bett direkt an den Schreibtisch fallen und lahme Ausreden über eine kaputte Kamera erfinden, ist keine gute Basis. Außerdem hilft der Business Dress dir unbewusst bei einem selbstbewussten Auftritt. Falls du doch den digitalen Bewerbungsgespräch-Rebell spielen willst, darf er die untere Etage besetzen. Jogginghose und Plüsch-Pantoffeln sind okay. Solange du nicht aufstehst.

#3 Standort Wohnzimmer: Bewerbungsgespräch im richtigen Umfeld

In den eigenen vier Wänden ein Unternehmen davon zu überzeugen, dich einzustellen, hat seine ganz besonderen Tücken. Hier chillst du normalerweise auf der Couch, liest gemütlich ein Buch oder planst allerlei verrückte Ideen, wie du die Welt bereisen kannst. Wie passt das zusammen mit deinem seriösen Ich? Kleiner Spoiler: Eine Weltkarte als Hintergrund bei einem Bewerbungsgespräch für eine unbefristete Stelle ist keine gute Idee. Achte darauf, neutrale Farben, möglichst wenig Bewegungen und Geräusche in das Bild zu bringen. Idealerweise funktionierst du einen Raum zum Kurzzeit-Konferenzsaal um. Das geht mit einem Tisch und Stühlen, Stoffbahnen und ein bisschen Fantasie. Noch eine Raumpflanze und fertig ist die Kulisse.

#4 Kommunikation mit der Kamera: Mimik und Gestik im digitalen Raum

Jeder kennt es, keiner sagt es: Bei der Zoom-Konferenz klicken wir alle einmal heimlich auf das eigene Bild, um die digitale Präsenz zu bewundern. Das Gegenüber merkt ja sowieso nicht, ob du ihn oder dich selber begutachtest. Beim Bewerbungsgespräch solltest du allerdings auf solche Ausflüge verzichten. Außerdem lohnt es sich auch ab und zu, die Augen vom Bildschirm zu lösen und über die Kamera Augenkontakt aufzunehmen. Ansonsten darfst du deine Gestik eher sparsam gestalten. Auch das obligatorische Winken beim Verlassen des Meetings darf dieses Mal gerne übersprungen werden.

#5 Software für das Bewerbungsgespräch: Bist du auf dem neuesten Stand?

Zoom, Microsoft-Teams, Skype, Videocall: Wo vor wenigen Monaten noch Flaute an der digitalen Bewerbungsgespräch-Front war, schießen heute die Anbieter wie Pilze aus dem Boden. Die Chancen stehen also hoch, dass entweder dein Provider nicht kompatibel ist, deine Passwörter verschwunden sind oder genau zum perfekten Zeitpunkt dein Akku die Biege macht. Damit du von diesen Pannen verschont bleibst, solltest du dich direkt bei der Terminabsprache nach dem gewünschten Medium erkundigen und es spätestens einen Tag vor dem Bewerbungsgespräch installieren und ausprobieren.

#6 Gehaltsverhandlung online: Nutze deine Vorteile

Normalerweise ist die Gehaltsverhandlung der unangenehmste Teil eines jeden Vorstellungsgespräches. Die Tradition über Geld nicht zu reden, sitzt immer noch tief. Aus dem digitalen Zuhause heraus, kannst du hier entspannter auftreten. Nicht nur, weil du die wegfallende Anfahrtszeit hoffentlich genutzt hast, um dir über deine Kröten Gedanken zu machen, sondern auch, weil du Statistiken und Vergleiche heranziehen kannst. Mit einem Mausklick sendest du deinem Gegenüber harte Fakten. So leicht geht es nur digital.

#7 Technik vs. Inhalt: Beides zählt!

Ein Stolperstein bei der Vorbereitung auf das Online-Bewerbungsgespräch ist die Fokussierung auf die technischen Elemente. Wenn das Mikro funktioniert, die Webcam scharf gestellt ist und das Programm ohne Ruckler alles übertragt, kann doch gar nichts mehr schieflaufen. Oder? Fakt ist, dass die meisten Personaler mehr Verständnis für technische Probleme, als für fachliche Mängel mitbringen. Deswegen solltest du neben einer gründlichen technischen Vorbereitung die fachliche Expertise niemals über Bord werfen.

#8 Fangfragen: Immer locker bleiben

Warum sollten wir genau Sie einstellen? Was haben Sie an Ihrem letzten Chef nicht gemocht? Wie würden Sie im Szenario A, B oder C reagieren? Sobald der Personaler mit solchen Fragen um die Ecke kommt, ist klar, dass wenigstens einer sich vorbereitet hat. Damit du mindestens genauso schlagfertig reagierst, kann es helfen, sich ein bisschen einzulesen. So hast du zwar vielleicht nicht immer die perfekte Antwort parat, aber deine Einstellung passt. Und alleine darauf kommt es fast immer an.

#9 Digitales Bewerbungsgespräch beenden: Sorgfalt punktet

Digital kann so bequem sein. Nach dem Bewerbungsgespräch erstmal ausgiebig gähnen und den Muffin als Belohnung hinter dem Bildschirm hervorkramen. Oder eben schnell den Kuschelpulli überziehen. Jetzt warst du ja lange genug seriös. Aber Moment: Ist die Kamera noch an? Gerade als König der Selbstgespräche solltest du hier aufpassen, wie ein Luchs: Das Bewerbungsgespräch ist erst dann vorbei, wenn dich keiner mehr hören und sehen kann. Bis zu diesem Zeitpunkt gilt es, professionell zu bleiben. Danach hast du alle Zeit der Welt für Erfolgs- oder Trostpizza, deine Gammelhose und Netflix.