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Probearbeitstag: So bereitest du dich am besten darauf vor

  • 10/03/2021

  • Category: Jobsuche

Das Bewerbungsverfahren für einen neuen Job ist immer aufregend. Manchmal handelt es sich um einen Nebenjob, der das Sparschwein für das nächste Semester füllen soll. Oder du suchst eine Werkstudentenstelle, um Erfahrungen in deinem Fachgebiet zu sammeln. Spätestens aber, wenn es um den ersten richtigen Job geht, liegen die nerven blank. Schon das Verfassen deiner Bewerbung ist eine schwierige Aufgabe, vom Vorstellungsgespräch ganz zu schweigen. Die gute Nachricht lautet: Anscheinend hast du diese beiden Schritte erfolgreich gemeistert. Denn die Einladung zu einem Probearbeitstag ist immer ein gutes Zeichen.

junger Praktikant sitz lächelnd neben Arbeitskollegen am Schreibtisch

Aber was erwartet dein potenzieller Arbeitgeber von dem Probearbeitstag? Tatsächlich unterscheidet sich dieses Vorgehen je nach Branche. Insbesondere in sozialen Berufen sind Probearbeitstage keine Seltenheit. Bei Bürojobs dagegen zählen oft die reinen Fakten aus dem Lebenslauf und die passende Chemie im Vorstellungsgespräch. Ist der Probearbeitstag nun also das Entscheidungskriterium? Hast du vielleicht doch nicht völlig überzeugt? Auf diese Fragen rund um deine Bewerbung findest du hier Antworten.

Du solltest nicht nur wissen, warum ein Probearbeitstag immer noch zu den wichtigen Auswahlinstrumenten eines Arbeitgebers gehört, sondern du solltest auch deine eigenen Kriterien an den Job hinterfragen. Daneben geht es aber auch um ganz praktische Fragen rund um die Bezahlung, der Dauer des Probearbeitens und die Auswahl des richtigen Zeitpunktes. Schließlich erhältst du noch eine Liste mit den wichtigsten Punkten zur Vorbereitung auf deinen Probearbeitstag. So kann nichts mehr schief gehen. Viel Erfolg!

Der Probearbeitstag: 3 gute Gründe

Der Arbeitgeber geht bei einem Bewerbungsprozess immer das Risiko einer Fehlbesetzung ein. Eine solche Entscheidung zieht viele negative Konsequenzen nach sich. Aus diesem Grund versuchen Arbeitgeber, dieses Risiko soweit wie möglich zu minimieren. Ein Probearbeitstag hilft dabei, wie dir die folgenden drei Punkte zeigen:

  1. Praxis statt Theorie. In einer Bewerbung hören sich die Fähigkeiten immer gut an. Und auch auf Seite der Bewerber erscheint der Arbeitgeber als die beste Wahl. In der Praxis kann das allerdings schnell ganz anders aussehen. Um dem Bewerber den Berufsalltag näher zu bringen, ist ein Probearbeitstag die beste Wahl.
  2. Zusammenarbeit mit den Kollegen. Letztlich kannst du mehrere Abschlüsse in der Tasche haben und alle erforderlichen Fähigkeiten mitbringen: Wenn es im Team nicht passt, nützt es dir nichts. Genau das sollte vor einem neuen Arbeitsverhältnis geprüft werden. Auf beiden Seiten.
  3. Austesten der Fähigkeiten. Insbesondere bei Berufseinsteigern entscheidet letztlich nicht nur die theoretische Intelligenz über den Erfolg im Beruf, sondern auch die emotionale Intelligenz. Bist du wirklich in der Lage, die Aufgaben zu meistern? Das lässt sich beim Probearbeitstag praktisch prüfen.

Natürlich zeigt der Probearbeitstag nur einen kleinen Ausschnitt deines Leistungspotenzials. Und auch du kannst dir kein abschließendes Bild machen. Trotzdem bietet diese Möglichkeit die Chance, über das Vorstellungsgespräch hinaus Informationen für die Entscheidung zu sammeln. Das lohnt sich!

Probearbeitstag anbieten? Du entscheidest!

Mit diesen guten Gründen für einen Probearbeitstag erscheint eine solche Möglichkeit sehr interessant. Bereits vor deinem Vorstellungsgespräch solltest du also darüber nachdenken, ob du diese Option von dir aus anbietest. Manche Bewerber gehen sogar einen Schritt weiter und erklären ihre Bereitschaft schon im Anschreiben. Das kommt nicht nur dem Arbeitgeber zugute. Auch du bekommst so die Möglichkeit, ein Unternehmen besser kennen zu lernen und die richtige Entscheidung zu treffen.

In der Regel fassen Arbeitgeber dieses Angebot sehr positiv auf, da es für beide Seiten Vorteile verspricht. Allerdings gibt es auch Jobs, bei denen Probearbeitstage eher ungewöhnlich sind. Das trifft insbesondere bei Führungspositionen zu. In diesem Falls kannst du statt des Probearbeitstages auch eine andere Beschreibung verwenden, wie zum Beispiel ein Probeprojekt auf gemeinsamer Basis. Unter dem Strich geht es darum, eine gemeinsame Arbeit auszuprobieren. Die Rahmenbedingungen können sich der Situation flexibel anpassen.

Rahmenbedingungen Probearbeitstag: Das solltest du klären

Auch wenn sich ein Probearbeitstag noch so gut anhört: Nur unter den richtigen Bedingungen macht es für dich Sinn, dieses Angebot auszusprechen oder anzunehmen. Schließlich muss es auch deine Bewerbungssituation verbessern. Indem du auf die folgenden Punkte achtest, gehst du auf Nummer sicher.

#1 Anfahrt und Zeitaufwand: Lohnt es sich für dich?

Falls du für deinen neuen Job hunderte von Kilometern weit reisen musst, kann sich ein Probearbeitstag schwierig gestalten. Auch bei einer Bewerbung aus einer Festanstellung heraus müsstest du dir dafür extra Urlaub nehmen. Je nach Arbeitgeber kann es das wert sein. Allerdings spielt hier das Wörtchen „kann“ eine große Rolle. Letztlich entscheidest du.

#2 Zeitlicher Umfang des Probearbeitstages

Das Wort Probearbeitstag selbst verrät den Umfang: Meist handelt es sich dabei um eine Arbeitsschicht, oder um einen achtstündigen Tag. Hier hast du aber auch Verhandlungsrecht, insbesondere wenn du noch andere Verpflichtungen hast. Mehrere Tage sollten die Ausnahme sein und immer bezahlt werden.

#3 Bezahlung

Das Thema Bezahlung spielt bei den Probearbeiten eine große Rolle. Nicht alle Arbeitgeber stimmen automatisch einer Bezahlung zu, obwohl es zum guten Ton gehört. Schließlich nutzt der Arbeitgeber an diesem Tag deine Arbeitskraft. Anders sieht es bei einem Praktikum aus. Aus diesem Grund sollten im Vorhinein genau deine Aufgaben und Zuständigkeiten geklärt werden.

#4 Aufgabengebiete und Kollegen

Möchtest du an deinem Probearbeitstag bestimmte Ansprechpartner kennenlernen? Sind dir deine Routineaufgaben bekannt? Wie sieht es mit deinen Vorgesetzen aus? Nutze diese Möglichkeit, um so viele Informationen wie möglich über deinen neuen Arbeitgeber zu sammeln. Diese Rahmenbedingungen kannst du in der Vorbereitung thematisieren.

Vorbereitung Probearbeitstag: Die wichtigsten Schritte

Du hast alle Faktoren geklärt und bist bereit für den Probearbeitstag? Dann solltest du jetzt ein paar Punkte in der Vorbereitung beachten, damit du diesen Tag auch voll ausnutzen kannst. Die folgende Liste hilft dir dabei.

  1. Termine verschieben. An diesem Tag solltest du den Kopf frei haben. Alle anderen wichtigen Termine sollten in der Vorbereitung auf andere Tage verlegt werden.
  2. Aufgabengebiete vorbereiten. Kommen bestimmte Bereiche auf dich zu? Brauchst du besonderes Wissen? Hier lohnt sich eine gründliche Recherche in der Vorbereitung.
  3. Berufskleidung beschaffen. Egal, ob es sich um einen Dresscode handelt, oder um vorgeschriebene Berufskleidung: Am ersten Tag solltest du lieber nicht aus der Reihe tanzen.
  4. Anfahrt klären. Manchmal musst du für den Job selbst zu einem anderen Ort, als zu dem des Vorstellungsgespräches. Zu einer guten Vorbereitung gehört auch diese Planung.
  5. Wichtige Fragen notieren. Gibt es Punkte, die du vor dem neuen Arbeitsverhältnis unbedingt klären möchtest? Dafür ist der Probearbeitstag die beste Gelegenheit.

Natürlich ist diese Liste zur Vorbereitung nicht individuell angepasst und daher unvollständig. Nimm dir die Zeit und füge wichtige Punkte für deinen Job hinzu. So gelingt dir nicht nur die Vorbereitung, sondern auch der Probearbeitstag selbst. Viel Erfolg!