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Virtueller Semesterstart – Wie finde ich Freunde im virtuellen Studium?

  • 15/03/2021

  • Category: Studentenleben

Hast du schon einmal die Suchanfrage bei Google mit dem Stichwort „Freunde finden“ angeschaut? Ohne zu viel zu verraten, darfst du wissen, dass die Trefferquote ziemlich hoch ist. Menschen sind soziale Wesen. Und da Studenten auch in diese Kategorie fallen, ist für Erstsemester besonders ein Thema relevant: Freunde. Keiner gibt es gerne zu, aber für ein Studium mutterseelenallein an das andere Ende des Landes zu ziehen, ist für niemanden einfach. Freundschaften sind da ein bewährtes Mittel gegen Heimweh, das auch beim extrovertiertesten Exemplar von Zeit zu Zeit an die Tür klopft.

Bild mit Sicht auf einen jungen  Mann mit Blick einen Tabletscreen gerichtet, mit geöffnettem Videochat und vier lächelnden Menschen

Leute kennenlernen, Ausgehen, Hobbies finden: Das alles steht deswegen für Erstsemester neben dem Studium ganz oben auf der Prioritätenliste. Aber was machst du, wenn blöderweise ein ganzer Virus deine potenziellen Freunde zu Hausarrest verdonnert? Wie sollst du bei einem virtuellen Semester Freundschaften knüpfen, die auch beim Ablegen der Maske noch Bestand haben? Was machst du, wenn du dich zu einem Fernstudium entschieden hast und die Gesichter der anderen Erstsemester bisher nur in Zoom-Meetings gesehen hast? Das sind Fragen, vor denen nicht nur durch Corona viele Tausend Studenten stehen. Hier findest du ein paar Antworten, mit denen du dich trotz eines virtuellen Semesterstarts bald im Studium zurechtfindest.

Virtuelles Semester, virtuelle Freunde: Besser nicht?

Freunde im Studium zu finden, scheint bei einem virtuellen Semesterstart ebenfalls nur online möglich zu sein. Und so häufen sich Tipps zu WhatsApp-Gruppen, Lerntreffs über Zoom oder die Nutzung von sozialen Netzwerken, auf denen Studenten sich austauschen können. Tatsache ist aber, dass virtuelle Freunde nur begrenzt dabei helfen können, im Studium anzukommen.

Auch vor Corona kam schließlich niemand auf die Idee, einsame Menschen einfach virtuell miteinander zu vernetzen. Genauso wenig funktioniert es in Zeiten von Social Distancing. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Nutzung von virtuellen Plattformen als Erstsemester nicht sinnvoll ist. Im Gegenteil: So hältst du dich auf dem Laufenden, knüpfst Kontakte und bekommst einen Überblick zum virtuellen Semester. Das Thema Freundschaften ist damit nur noch lange nicht abgehakt. Hier lohnt sich, doch einen Schritt vor die Tür zu setzen. Mit Maske versteht sich.

Leute kennenlernen: 5 Tipps für dein virtuelles Semester

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Zugegeben: Mit den folgenden Tipps wirst du nicht nur andere Erstsemester kennenlernen. Dafür aber eine ganze Menge gleichgesinnter Menschen, die auch nach den Zeiten von Social Distancing oder über dein Studium hinaus noch Freunde bleiben. So gesehen hat das Ganze sogar etwas Positives.

#1 Menschen treffen im Nebenjob

Mit diesem Tipp schlägst du gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Du kannst neue Leute treffen und gleichzeitig dein Sparschwein beglücken. Eine klassische Win-Win-Situation. Wenn du darüber hinaus noch speziell an deiner Uni Kontakte knüpfen willst, solltest du doch nach einem Nebenjob zum Beispiel in einem Forschungsprojekt umsehen.

#2 Ehrenamt neben dem Studium: Gleichgesinnte treffen

Freundschaften im Studium halten nicht immer auch danach. Ein gemeinsames Thema abseits der Karriere ist dagegen immer eine gute Grundlage für echte Freunde. Gerade das Ehrenamt ist deswegen für deinen virtuellen Semesterstart interessant. Auch wenn du in den stressigen ersten Semestern eines Bachelors oder den letzten Zügen deines Masters steckst: Diese Investition lohnt sich vor allem auf menschlicher Ebene.

#3 Ab in die Heimat: Oder lieber nicht?

Vielleicht bist du für deinen Bachelor das erste Mal von zuhause weggezogen. Oder du hast deinen Freundeskreis aus dem Erststudium hinter dir gelassen und bist für den Master in eine andere Stadt gezogen. Egal, um was es geht: Der Wunsch, schnell wieder in bekannte Gefilde zu fahren, ist verständlich. Gerade bei einem virtuellen Semester fallen viele Gründe weg, um lange am neuen Ort zu bleiben. Doch gerade dann gilt: Gib deinem neuen Ort eine Chance. Nutze soziale Events und versuche dich soweit wie möglich, zu integrieren. Dann fährst du irgendwann auch gerne in dein neues Zuhause zurück.

#4 Orientierungswoche nutzen: Freunde von Anfang an

Selbstdisziplin beim virtuellen Semesterstart ist nicht immer leicht. Da schwafelt die eine ellenlange über mögliche Chancen im Studium und der andere erklärt zehn Mal, warum du unbedingt eine TAN-Liste brauchst. Netflix ist da schon irgendwie entspannter. Aber auch hier gilt es, durchzuhalten. Versuche, allen virtuellen Veranstaltungen in den ersten Wochen zu folgen. So baust du dir nach und nach ein Netzwerk aus Kontakten auf, durch die du dich weniger isoliert fühlst. Auch für ein Fernstudium ist das ein wichtiger Tipp.

#5 Initiativen an deiner Uni: Auch digital

Ein Studium ist gleichzeitig auch eine Phase der Selbstfindung. Kein Wunder also, dass es an Otto-Normal-Unis von gemeinnützigen Initiativen zur so wimmelt. Ob es darum geht, Pfandflaschen zu sammeln, Studenten miteinander zu verbinden oder etwas gegen Armut zu unternehmen: Es gibt nichts, was es nicht gibt. Hier hast du viele Möglichkeiten, um dich zu engagieren und Freunde zu finden. Und das Beste daran: Es geht auch virtuell.

Heimweh, Frust und Einsamkeit: Freund oder Feind?

Ganz ehrlich, inzwischen existieren mindestens so viele Tipps zur effizienten Nutzung von Social Distancing, wie es trotzdem noch einsame Menschen gibt. Und genau aus diesem Grund darfst du dir als Student beim virtuellen Semesterstart auf der Suche nach Freundschaft jetzt einfach mal auf die Schulter klopfen. Es ist nicht einfach. Für niemanden. Und du machst das ziemlich gut. Wenn dann trotzdem mal Tage auf dich zukommen, die voller Bildschirme und ohne Gesichter sehr trist wirken, dann such dir einen der folgenden Notfalltipps für dich aus. So kannst du die Zeit überbrücken, bis du wieder in die Uni gehen darfst, wo viele echte Freunde warten.

  • Freundschaften pflegen. Auf der Suche nach neuen Freundschaften, können liebe alte Bekanntschaften schnell in Vergessenheit geraten. Vielleicht ist jetzt gerade der perfekte Zeitpunkt, um eine Freundschaft wieder aufleben zu lassen?
  • Tagesabläufe und Routinen: Dein bester Freund im Studium. Vorlesungen im Pyjama, Schlafen nach Mitternacht und Frühstück zum Abendbrot. Auch wenn das verlockend klingt, solltest du immer wieder an deiner Routine arbeiten, um trotz Social Distancing so viel Normalität wie möglich in deinen Alltag zu bringen.
  • Erlaubt ist, was guttut. Okay, nicht alles. Aber wie wäre es mit einer Schlechte-Laune-Liste für die schwierigen Tage. Hier kannst du eine ganze Liste an Punkten aufschreiben, die einen Tag von grau zu bunt verwandeln.
  • Lass dir Zeit. Freundschaften brauchen zum Wachsen vor allem eine Zutat: Zeit. Von heute auf morgen hat noch kein Student alle Kommilitonen kennengelernt. Deswegen: Gib dem Ganzen ein paar Wochen und plötzlich fühlst du dich ganz zuhause. Viel Erfolg!