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Sportberufe: Mit diesen Jobs startest du sportlich durch

  • 02.03.2021

  • Category: Jobsuche

Stillsitzen ist eigentlich nicht gerade das Gelbe vom Ei. Ganz im Gegenteil: Sitzen wird sogar das neue Rauchen genannt. Falls du dich also gerade fragst, in welchen Bereichen man denn eigentlich arbeiten kann, ohne den ganzen Tag hinter dem Bildschirm zu kleben, bist du hier richtig. Aber noch mehr: Hier geht es nicht nur darum, dem Schreibtisch den Rücken zu kehren, sondern Sport zum Beruf zu machen. Wenn du also schon in der Schulzeit jede freie Minute genutzt hast, um dich zu bewegen, dann findest du hier Ideen, wie du diesen Tatendrang auch im Studium und Beruf fortsetzen kannst.

 

junger Mann springt vor tiefstehender Sonne in der Landschaft sportlich durch die Luft

Dabei gibt es noch mehr Möglichkeiten, als Profisportler zu werden und eine Karriere in der Öffentlichkeit zu beginnen. Auch hinter den Kulissen verdienen viele Menschen tagtäglich ihren Lohn, indem sie einem Beruf nachgehen, der viel Bewegung erfordert. Sei es als Physiotherapeut, im Fitnessstudio, als Personaltrainer oder als Sportlehrer: Viele Wege führen zum Ziel. Bevor du dich also auf ein Studium, eine Ausbildung und damit einen Beruf festlegst, lohnt es sich, die Sparte der Sportberufe einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Hier bekommst du erste Hinweise darauf, wie dir das gelingt.

Welche Berufszweige gibt es eigentlich, die etwas mit Sport zu tun haben und wie verbindest du sie mit deinen persönlichen Eigenschaften? Ist es besser, erstmal mit einer Ausbildung zu beginnen und vielleicht später noch ein Studium anzuschließen? Wie entscheidest du dich zwischen mehreren Möglichkeiten, ohne das Gefühl zu haben, etwas zu verpassen? Und welchen Risiken bist du ausgesetzt, wenn du dein Lieblingshobby Sport tatsächlich zum Beruf machst? Lies dich schlau, damit du die richtige Entscheidung triffst. Viel Erfolg!

Berufe und Sport: Diese Möglichkeiten hast du

Berufe, die etwas mit Sport zu tun haben, gibt es viele. Von klassischen Studiengang Sportwissenschaften oder einer Ausbildung als Physiotherapeut bis hin zum Sportheilpraktiker, Taucher oder Tanztherapeut: Für jeden findet sich der passende Job. Allerdings ist es bei dem breiten Angebot manchmal gar nicht so einfach, ein Ziel auszusuchen, das auch zu dir passt. Deswegen findest du hier eine grobe Einteilung von Sportberufen je nach persönlicher Eignung.

#1 Jobs als Lehrer: Für Pädagogen

Eine Lehrtätigkeit im Sport verbindet eine Thematik, die dir besonders viel Spaß macht mit einem pädagogischen Anforderungsniveau. Dabei gibt es ganz unterschiedliche Berufe als Lehrer. Du kannst zum Beispiel deine Faszination für eine bestimmte Sportart mit einem Lehrberuf verbinden, indem du etwa eine Ausbildung als Tauchlehrer, Reitlehrer, Tanzlehrer etc. machst. Oder du steigst direkt mit einem Studium ein und wirst Sportlehrer an einer Schule. Auch Sportwissenschaftler können eine lehrende Laufbahn einschlagen und an Universitäten oder Hochschulen unterrichten.

#2 Sportmanagement: Für Analysten

Du bist begeistert von Sportartikeln, sportlichen Einrichtungen oder auch dem übergeordneten Management in Therapiezentren? Dann könnte ein Beruf auf Leitungsebene für dich interessant sein. Hier arbeitest du nicht direkt mit dem Kunden zusammen, sondern lenkst und steuerst Prozesse zusammen im Team. Dafür ist eine Ausbildung als Sportkaufmann oder Sportkauffrau eine gute Basis, aber auch ein Studium direkt mit Schwerpunkt Sportmanagement bringt dich diesem Ziel näher.

#3 Sport und Therapie: Für Individualisten

Physiotherapeut, Sportarzt oder Sportärztin oder Sportheilpraktiker: Im Sektor der Heilberufe hast du ebenfalls viele Möglichkeiten, den Beruf mit Sport zu verbinden. Im Therapiesektor hast du dabei sehr viel direkten Kontakt zum Menschen und kannst Heilungsverläufe langfristig begleiten und beeinflussen.

#4 Leistungssport: Für Begeisterte

Zurück zum Thema Profisportler: Falls du tatsächlich das Talent, Sponsoren und die Ausdauer mitbringst, ist die eigene Karriere durch Leistungssport ebenfalls eine Option. Allerdings sprechen viele Leistungssportler davon, sich parallel ein zweites Standbein aufzubauen. Gerade mit der Faszination Leistungssport lassen sich Managementberufe oder auch Lehrtätigkeiten hervorragend verbinden.

Ausbildung oder Studium: Karriere im Sport

Direkt nach dem Schulabschluss steht eine wichtige Frage an: Erst eine Ausbildung oder direkt studieren? Falls du die Möglichkeit hast, zwischen beiden Optionen zu wählen, gibt es viele Faktoren, die für beide Seiten sprechen. So hast du zum Beispiel mit einer Ausbildung zum Sportkaufmann oder zur Sportkauffrau viele praktische Fähigkeiten, die dir in einem anschließenden Studium den Weg vereinfachen. Außerdem beeinflusst eine bereits abgeschlossene Ausbildung deine Chancen für einen guten Studienplatz meistens sehr positiv. Auch der finanzielle Faktor ist nicht zu verachten: Für Kandidaten mit einer abgeschlossenen Ausbildung winkt elternunabhängiges BAföG. Ein Bonus, enorm weiterhilft.

Andererseits gibt gerade im Bereich Sport und Gesundheit immer mehr interessante Studiengänge, die klassische Ausbildungsberufe nicht bieten können. Nach einem Bachelor von drei Jahren kannst du mit Auslandserfahrung und guten Praktika nicht selten in einem wirklich guten Job mit gutem Einstiegsgehalt landen. Der Zeit- und Geldfaktor sollte zusammen mit deinem Interesse also schlussendlich die Entscheidung hin zu Ausbildung oder Studium entscheidend beeinflussen.

Den richtigen Job finden: 4 Tipps für die Entscheidung

Bei all den Angeboten findest du selten nur einen Beruf, der etwas mit Sport zu tun hat, der dich interessiert. Meistens liegen mehrere Möglichkeiten auf dem Tisch, zwischen denen du wählen musst. Das ist gar nicht so einfach. Die folgenden Tipps helfen dir dabei, die richtige Entscheidung zu treffen.

  1. Lass dich beraten. Letztlich musst du dich zwar entscheiden, aber durch Fremdwahrnehmung können viele wertvolle Impulse gesetzt werden. Freunde, Familie, aber auch Mentoren und professionelle Berater können dir dabei zur Seite stehen.
  2. Selbstreflektion. Was brauchst du, um langfristig zufrieden arbeiten zu können? Um dir diese Frage zu beantworten, gibt es viele Selbsttests, die dir psychologische Tiefenstrukturen besser verständlich machen.
  3. Zeit für die Recherche. Plane für deine Berufsentscheidung mehrere Wochen, wenn nicht sogar Monate ein. Praktika, Hospitationen oder auch Interviews sind gute Möglichkeiten für solide Informationen.
  4. Keine schnellen Entscheidungen. Bei der endgültigen Entscheidung solltest du mindestens eine Nacht darüber schlafen. Besser noch eine Woche.

Hobby als Beruf: (k)eine gute Idee

Wer kennt ihn nicht, den gutgemeinten alten Ratschlag, das Hobby nicht zum Beruf zu machen? Allerdings sprechen viele Profisportler eine ganz andere Sprache. Und was ist mit all den berufsmüden Menschen in der Midlife-Crisis, die doch noch endlich ihrer Berufung nachgehen wollen? Lass dich deswegen nicht davon abbringen, Sport zu deinem Beruf zu machen, wenn es das ist, was dich fasziniert. Es gibt nämlich noch ein Sprichwort: Du musst keinen einzigen Tag arbeiten, wenn du das tust, was du liebst.